Jurastudentin am Schreibtisch
Jura,  Karriere,  Studium

Jura macht Spass! Dein Mindset ist alles!

Du sitzt, wie ich, tagelang am Schreibtisch und denkst, du kannst nichts? Herzlich Willkommen im Jurastudium. Wenn du auch gerade in der Examensvorbereitung steckst und der Tag deines Examens immer näher rückt und dir dabei dezent schlecht wird, dann auch hier:

Willkommen im Club mit tausenden von Jurastudenten.

All diese Gefühle sind auf keinen Fall etwas Ungewöhnliches oder etwas wofür du dich schämen solltest, denn es geht so vielen Student:innen so. Respekt vor einer Herausforderung zu haben, ist ganz normal. Angst brauchst du jedoch nicht haben.

erschöpfte Jurastudentin

Meine Strategie für unliebsame Themen und Fälle

Ich hatte letztens auf Instagram meine Strategie geteilt, wie ich es schaffe, mir auch etwas „unliebsame“ Rechtsgebiete anhand von Fällen zu erschließen und mir die Bearbeitung schmackhaft zu machen.

Ich war schon immer gerne Detektivin, habe gerne Spuren gesucht, recherchiert und wollte Geheimnisse ergründen.

Als ich eine lange Zeit in einem richtigen Motivationstief steckte, war jede Lerneinheit für mich ein Krampf. Vieles hat mir keinen Spaß gemacht. Öffentliches Recht zum Beispiel mochte ich nicht. Ich wollte immer nur etwas mit Strafrecht machen, wozu brauche ich dann Verwaltungsakte etc. Das hat mich alles nicht interessiert und ich habe mich innerlich so sehr dagegen gesträubt, dass auch das Lernen keinen Erfolg brachte und mich weiter demotivierte.

So konnte es nicht weitergehen, sonst hätte ich mein Studium aufgeben müssen.

Du willst dein Jurastudium abbrechen? Überleg es Dir vielleicht nochmal.

Als ich mich eines Nachmittags mit 2 Freundinnen unterhielt, die beide große Fans des Öffentlichen Rechts waren und sind, fiel bei mir der Groschen. Beide erzählten mir, dass sie sich schon immer eher dafür interessiert hätten, was die Allgemeinheit so darf und wo der Staat vielleicht eingreifen darf oder wo auch nicht. Es hätte sie nie so sehr interessiert, ob A von B jetzt Geld bekommt und warum. Das leuchtete mir ein. Dieses „PLING“ war wirklich laut zu hören. Und seitdem fällt mir das Lernen sehr oft (natürlich nicht immer) leichter.

Wenn ich einen Fall vor mir habe, dann stelle ich mir jedes Mal vor, dass ich einer der Akteure, meist die Geschädigte, bin. Die anderen Akteure besetze ich mit meinen Freunden. So habe ich gleich einen anderen Bezug zu dem Fall und möchte ihn gerne zufriedenstellend lösen. Ich baue sozusagen eine emotionale Verbindung zu dem Sachverhalt auf. Geht es zum Beispiel um eine abgelehnte Baugenehmigung, dann stelle ich mir vor, wie sauer ich wohl wäre. Geht es um eine Wohnungsdurchsuchung bei meiner Freundin, dann möchte ich ihr gerne helfen und den Fall lösen. Ich streite seitdem sehr oft mit meinem Mann, weil er immer die Behörde oder die Stadt spielt in meinen Fällen. Aber keine Angst, dies hatte bisher keine Auswirkungen auf unsere Ehe 🙂

Das klingt für Viele bestimmt etwas witzig, aber mir hilft es sehr, selbst „langweilige“ und trockenere Themengebiete besser zu erfassen. Ich kann wieder Detektivin sein und die richtigen Anspruchsgrundlagen und Argumente herausfinden und anderen Menschen (oder mir selbst) helfen.

Wie Dir Affirmation helfen kann

Darüber hinaus habe ich mir seit Beginn der Examensvorbereitung ein Computerhintergrundbild eingestellt, der mich immer daran erinnern soll, wo ich gerne mal hin möchte. Es zeigt das Strafgericht in Berlin Moabit, in dem ich mein Praktikum bei der Staatsanwaltschaft gemacht habe. Ich habe diese Zeit so sehr geliebt, dass sich mein Berufswunsch der Staatsanwältin noch mehr gefestigt hat.

Diese Affirmation zeigt mir also täglich mein Ziel und dies wirkt natürlich auch unterbewusst weiter. Such dir also ein paar Bilder heraus, die dir dein Ziel zeigen und platziere sie so, dass du sie öfter am Tag siehst. Du kannst dir auch eine Art Moodboard bauen, wenn dir das hilft.

Deine Einstellung ist das, was Dich nach vorne bringt

Seine Einstellung zu ändern bedarf vielleicht immer erstmal einen gewissen Schubs. Ich habe ihn durch das Buch „Speedlearning“ von XXX erhalten. Er sprach viel von Motivation und innerer Einstellung seinen Zielen gegenüber, dass ich mich einfach mal genauer damit auseinandergesetzt habe.

Jura ist nicht Dein Feind!

Oft saß ich da und war fast gelähmt vor Angst, wenn ich an das Examen dachte. Heute ist es sogar eine gewisse Vorfreude, denn ich kann dann zeigen, was ich kann!

Ich habe ein klares Ziel vor Augen und dies motiviert mich immer und immer wieder, jeden Tag aufs Neue. Ich setze mich in mein Repetitorium und sage mir, dass das neue Wissen willkommen ist und ich mich darauf freue etwas Neues zu lernen.

Früher bin ich mit einer gewissen Abwehrhaltung reingegangen und habe nur nach den langweiligen Stellen gesucht. Das passiert mir heute nicht mehr. Diese Abwehrhaltung ist lähmend für Deine Aufnahmefähigkeit. Du versetzt dich damit gleich in eine negative Grundhaltung, die tödlich für die Wissensaufnahme ist.

Wenn du auch gerade in einer ähnlichen Situation steckst und nicht so richtig weißt, wie du das Studium weiter angehen sollst, ohne zu verzweifeln. Wenn du etwas Motivtation und einen richtigen Push brauchst, dann schau Dir mal das Buch „Stress yourself (law)less!“ meiner Freundin Feli, bei Instagram bekannt als Beyourbestlawstudent, an.

Workbook Stress yourself (law)less

Es ist eine Art Workbook gegen den Stress im Jurastudium und behandelt die Themen: Mindset, Motivation, Ängste und wie deine Gesundheit und dein Umfeld dir bei deiner Zielerreichung helfen können. Sie selbst hat das erste Staatsexamen mit Prädikat bestanden und ich bewundere sie für ihre Zielstrebigkeit und ihren Biss.

Schau es Dir an, die Tipps haben mir auch nochmal einen ordentlichen Motivationsschub gegeben.

Ich hoffe, diese Tipps konnten dir ein bisschen helfen und dir die Freude an Jura wieder sichtbarer machen.

Alles Liebe,

Deine Caro

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